Selbst in die Hand nehmen: soziale Innovationen
Gemeinschaftlich neue Formen des Wirtschaftens, des Zusammenlebens und des Engagements entwickeln. Immer mehr Menschen schließen sich zusammen und organisieren selbst die Rahmenbedingungen für nachhaltige Lebensweisen und umweltfreundlichen Konsum.
Solidarische Landwirtschaft
In der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) organisieren sich landwirtschaftliche Betriebe und private Haushalte in Genossenschaften. Mehrere Haushalte finanzieren einen Bauernhof und erhalten im Gegenzug Obst, Gemüse und andere Lebensmittel. So entsteht eine Win-Win-Situation. Die Landwirte erhalten Planungssicherheit und können ohne Konkurrenzdruck wirtschaften. Die Verbraucher*innen bekommen nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus der Region. Laut Netzwerk Solidarische Landwirtschaft wirtschaften deutschlandweit rund 244 Betriebe nach den SoLaWi-Prinzipien. Ein Beispiel ist der Biohof SpeiseGut.
Repair-Cafés
Die Idee des Repair-Cafés geht auf Martine Postma zurück. 2009 organisierte sie das erste Repair-Café in Amsterdam. Seitdem haben sich weltweit über 3200 Initiativen gegründet. Im Repair-Café unterstützen ehrenamtlich Engagierte andere Menschen mit ihrem Reparaturwissen und helfen somit, Gegenstände vor dem Wegwerfen zu bewahren. Ob Möbel, Kleidung oder Elektrogeräte, es wird versucht, die Lebensdauer der Dinge zu verlängern. Dabei werden Reparaturfertigkeiten geteilt und erworben und CO2 eingespart.